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Was sind Werte? Und was sind meine Werte?

Keiner von uns nutzt seine Fähigkeiten und Ressourcen zu 100 Prozent, bei uns allen ist da jede Menge Luft nach oben. Der Schlüssel, um das menschliche Potenzial zu entfesseln, liegt im wertebasierten Denken und Handeln. Doch was sind überhaupt Werte?

Werte: eine einfache Definition

Die Antwort auf diese Frage ist leicht und schwer zugleich. Da man wenig weiß über die Werte, dringen sie auch nur selten in unser Bewusstsein. Und genau da liegt ein Problem. Außerdem gibt es unzählbar viele Werte. Das wird nachvollziehbar, wenn man diesen Begriff sehr einfach definiert: Werte sind das, was einem wichtig ist. Ich nenne einige Beispiele:

  • Vielen von uns ist Anbindung an andere und Wärme wichtig, wir streben nach Zugehörigkeit. Das soziale Eingebundensein gilt als Grundbedürfnis.
  • Die typischen Praktiker unter uns möchten etwas zum Funktionieren bringen. Ihnen ist es wichtig, verschiedene Dinge zu kombinieren und dadurch nutzbar zu machen. Dazu sind praktische Fähigkeiten und Kompetenz erforderlich.
  • Mir selbst ist zum Beispiel Freiheit sehr wichtig. Ich war 14 Jahre lang angestellt, meine Vorgesetzten hatten es in dieser Zeit häufig nicht leicht mit mir. Seit vielen Jahren bin ich nun mein eigener Chef. Dafür muss ich mir das Feedback, um besser zu werden, anderswo suchen.

Woher kommen unsere Werte?

Diese Beispiele wirken auf den ersten Blick konkreter, doch alle subjektiven Wichtigkeiten bilden zusammen einen schier undurchdringbaren Dschungel von Werten. Meiner Ansicht nach ist hier nicht das Substantiv „Wert“ wichtig, sondern das Verb „werten“, das letztlich einen logischen Vorgang beschreibt. Wir nehmen Informationen auf, kombinieren diese mit den eigenen Erfahrungen und kommen so unabhängig vom Inhalt eines Werts zu folgenden Ergebnissen:

  • Etwas ist gut für mich und/oder andere.
  • Etwas ist schlecht für mich und/oder andere.
  • Etwas ist irrelevant für mich und/oder andere.
In der Regel sind Werte positiv konnotiert, beispielsweise Achtsamkeit oder Ehrlichkeit, doch das ist Schönfärberei. Vielmehr ist der Vorgang des Wertens bipolar. Es gibt also auch jede Menge „schlechte“ Werte, zum Beispiel Egoismus oder Rücksichtslosigkeit.

Was die eine Person gut findet, ist für die andere vielleicht schlecht.

Ich brauche zum Beispiel Freiheit, andere suchen Sicherheit. Doch zu viel Freiheit kann auch Angst machen. Oder: Es gibt Menschen, die zwei linke Hände haben und kaum eine Glühbirne wechseln können. Aber vielleicht ist ihnen die menschliche Wärme im Freundeskreis sehr wichtig oder das logische Lösen komplexer Probleme. Sie empfinden es als schlecht, operative Arbeiten verrichten zu müssen.

 

Fügt man wissentlich einem anderen Menschen Schaden zu, so bezeichnen wir das schnell und allgemein als schlecht. Werte sind also auch soziale Konstrukte, auf die wir uns geeinigt haben. Kapitalverbrechen sind böse, aber ist beispielsweise Lob generell positiv? Manche sagen, dass nicht geschimpft genug gelobt sei. Was gut oder schlecht bedeutet, ist also gar nicht trivial.

 

Die guten von den schlechten Werten unterscheiden zu können zeichnet wertesensitive und werteerfahrene Menschen aus. Sie folgen einer inneren, meist intuitiven Werteorientierung, die man auch Gewissen nennen könnte. Dennoch bleibt der Wertedschungel unübersichtlich, wenngleich er jetzt schon weniger undurchdringbar erscheint. Wie können wir – jeder Mensch für sich – für Struktur und Systematik sorgen?

Die eigenen Werte erkennen

Mehr über die eigenen Werte herauszufinden ist gar nicht so leicht. Versuchen Sie es einmal! Es gibt eine Reihe von Wertedatenbanken, die zwischen 50 und hunderten von Werten anbieten (zum Beispiel hier: https://www.wertesysteme.de). Suchen Sie sich etwa zwei Dutzend heraus, die Ihnen am meisten zusagen, und destillieren Sie die fünf bis zehn wichtigsten für sich heraus.

 

Nur wenige Menschen machen das für sich. Und wenn sie es getan haben, ist das nur ein erster kleiner Schritt auf der langen Wertereise.

Denn allein das Benennen der Werte reicht nicht aus.

Es geht darum, dass wir die gewählten Werte für uns selbst definieren, gegebenenfalls am eigenen Verhalten festmachen und überlegen, was genau wir darunter verstehen. Im nächsten Schritt gleichen wir sie mit unseren Zielen ab, um festzustellen, ob wir überhaupt in die richtige Richtung unterwegs sind. Stets müssen wir steuern und adjustieren, um die Kraft der eigenen Werte in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Ganze erfordert viel kritische Selbstreflexion und den Willen, persönlich wachsen zu wollen. Das ist anstrengend! Aber äußerst lohnend, wie ich aus eigener Erfahrung und der anderer bestätigen kann.

Wertestruktur und -systematik

Über Jahrtausende hinweg haben Philosophen und andere Gelehrte versucht, den Werten Struktur und Systematik zu geben, doch erst Robert S. Hartman (1910 bis 1973), auf den profilingvalues zurückgeht, schaffte den wertewissenschaftlichen Durchbruch. Er legte drei Wertedimensionen fest:

  • die praktische (Hand),
  • die grundsätzliche (Hirn) und
  • die menschliche (Herz).

Die praktische Wertedimension

Heutzutage sind wir von Dingen aller Art umgeben. In der Entwicklung tätige Mitarbeitende kombinieren verschiedenste Komponenten und kreieren so neue Produkte und Dienstleistungen, die Nutzen stiften. Was wäre die Menschheit ohne diese emsigen, innovativen Menschen? Hier bewegen wir uns in der praktischen Wertedimension. Das körperliche Symbol ist die Hand, mit der Mitarbeitende alles Mögliche bedienen und formen, um den gewünschten Output zu erzeugen.

Die grundsätzliche Wertedimension

Aber was ist beispielsweise mit einem geometrischen Kreis? Ist der auch ein Produkt? Oder die Schwerkraft? Ist sie auch eine Sache, eine Art Ding? Wohl kaum. Der Mensch kann durch seine Intelligenz hinter die Dinge sehen, die er in der Welt erlebt. Er erkennt Gesetzmäßigkeiten, auf denen Bewegungen, Formen und vieles andere beruht.

 

Hartman hat diese Wertedimension die systemische genannt, wir nennen sie die grundsätzliche. Einfach illustriert heißt das: Halbschwanger geht nicht. Entweder habe ich den Pass eines Landes oder nicht. Entweder gilt eine Regel oder nicht. Eins oder null. Der Mensch ist fähig, vom tatsächlich Anfassbaren zum Grundsätzlichen zu abstrahieren. Und deshalb kann er zielgerichtet denken, planen und handeln. Das körperliche Symbol ist das Hirn, das mit Logik die Realität durchdringt und logische Schlüsse jenseits der Fakten ziehen kann.

Die menschliche Wertedimension

Und der Mensch selbst? Ist er ein Ding? So wie ein Produkt? Natürlich nicht! Der Mensch hat so wunderbare Eigenschaften wie Bewusstsein, Imagination, Kreativität, Inspiration, Enthusiasmus, Gemeinschaftsdenken, Liebesfähigkeit und unendlich viele mehr. Das ist die menschliche Wertedimension, die am mächtigsten ist, wenn es darum geht, Gutes zu schaffen – und leider auch Böses. Der Mensch kann die Sahara zum Blühen bringen, aber auch den Planeten in die Luft jagen. Das körperliche Symbol ist das Herz. Gefühle sind das, was uns als Menschen besonders auszeichnet.

Wie spielen die drei Wertedimensionen zusammen?

Die drei Dimensionen ermöglichen es, sowohl Alltagsbegriffe als auch komplizierte Zusammenhänge oder Situationen zu erkunden und sogar durch mathematische Formeln darzustellen. Das dazu nötige Wissen hat die Wertewissenschaft geliefert. Wie greifen diese drei Wertedimensionen nun ineinander?

 

Ihr Zusammenspiel kann die Gestaltung des täglichen Lebens genau dann sehr gut abbilden, wenn zusätzlich die von Hartman entwickelte Wertehierarchie berücksichtigt wird. Sie basiert auf der Frage: In welcher Beziehung stehen die drei Wertedimensionen zueinander? Hier ist Hartman sehr klar:

Menschliches ist stets wertvoller als Praktisches, was wiederum wertvoller ist als Grundsätzliches.

So gesehen wiegen alle Güter dieser Welt nicht ein einziges Menschenleben auf. Und keine Regel dieser Welt kann so wichtig sein, dass einem Menschen die dringend benötigte Nahrung verweigert wird. Hinter dieser Wertehierarchie steht letzten Endes das in Europa entwickelte humanistische Menschenbild.

 

Das heißt jedoch nicht, dass eine Wertedimension aus dem Blick geraten darf, weil eine andere wertvoller und damit wichtiger ist. Wir brauchen alle drei. Die Kunst liegt darin, sie in die richtige Balance zu bringen, sodass möglichst Wertvolles geschaffen wird. Hartman hat dies einmal pointiert ausgedrückt: „Die Entwicklung meiner Wertetheorie hat mich gelehrt, die relative Unwichtigkeit meiner eigenen Entdeckung zu erkennen und zu akzeptieren. Das heißt nicht, dass sie grundsätzlich unwichtig ist. Aber es ist zum Beispiel viel wichtiger, dass ich liebevoll mit meiner Frau umgehe.“ Diese Systematik können wir uns zunutze machen, um im Arbeitsleben die Bedeutung der Werte zu fördern bzw. geeignet zu hebeln, um eine bessere Wirkung zu erzeugen.

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